SC Concordia Scharmede 1919 e.V.
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    • SV Steinhausen III - SCC II 7:1

    • Reserve punktlos in Steinhausen

      Zweite 7:1 unterlegen

      Knappe Niederlagen sind die ärgerlichsten. Darum musste sich unsere Zweite an diesem Sonntag glücklicherweise keine Sorgen machen.
      Der anhaltende Spielermangel bedeutete wieder eine von Grund auf neu strukturierte Aufstellung der Concorden. Rechtfertigen kann man die Leistung der Scharmeder dadurch allerdings nicht: Pässe waren ebenso schlecht wie Ballannahmen, Anspielstationen quasi nicht vorhanden und koordinierte Angriffe seltener als nüchterne Betreuer in der Kreisliga C.

      Die Gastgeber aus Steinhausen scheiterten zu Beginn noch am Abschluss, brachen aber schließlich das Eis und nutzten die zahlreichen Patzer des SCC aus, um ein Tor nach dem anderen zu schießen. Einmal eingeknickt, ließ die Präsenz der Concorden auf dem Spielfeld noch mehr nach.

      Eine schöne Aktion von Benjamin Großert, der die gegnerische Abwehr reihenweise stehen ließ und an Robin Güniker abgab, der sicher verwandelte, gab den Scharmedern kurzzeitig Mut beim Spielstand von 2:1. Der Aufwind hielt aber nicht lange an, da der klar überlegene Gegner die völlig überforderten Concorden danach regelrecht an die Wand spielte. Dass unsere Reserve nicht zweistellig unterlag, ist zum größten Teil Torwart Jan Taschner anzurechnen, der inmitten des Chaos noch einige knappe Dinger herausholen konnte. Somit endete das Spiel "nur" 7:1, gehört aber dennoch in die Kategorie "Abhaken und weitermachen".

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    • SCC II - SV 21 Brenken II 1:0

    • Spiel auf hohem Niveau

      Ungeschlagener Tabellenführer kein Gegner für den SCC

      Gegen unsere Reserve erhoffte sich die Gastmannschaft aus Brenken an diesem Donnerstag ein leichtes Spiel. Der Gegner, der in dieser Saison bisher alle elf Partien für sich entscheiden konnte, sah in den Concorden vor allem die Möglichkeit, sein astronomisches Torverhältnis von 51:5 noch weiter ins Lächerliche zu steigern.

      Ein bedachter Einstieg in die erste Halbzeit war daher Pflicht für unsere Reserve, die wieder auf die hochgeschätzte personelle Unterstützung der Ersten zählen konnte. Das Tempo war dementsprechend von Beginn an verhältnismäßig hoch. Beide Mannschaften erlaubten sich nur wenige technische Fehler und erarbeiteten sich aus Ballgewinnungen schnell Chancen, die meist jedoch vor Erreichen des Strafraums kontrolliert entschärft werden konnten. Nennenswerte Abschlüsse und Torschüsse ließen also auf beiden Seiten auf sich warten.

      Für den SCC galt zunächst, defensiv richtig zu stehen und gegen die gefährliche Gastmannschaft keinen frühen Rückstand erleiden zu müssen. Die Torlosigkeit der ersten 20 Minuten war daher gut, um Ruhe in das Spiel zu bringen und von da aus langsam den Gegner unter Druck zu setzen. Dadurch gelang es den Concorden, in der 22. Minute über einen Steilpass auf Stürmer Maher Haji gefährlich nah an das Brenkener Tor zu kommen. Der Torwart verließ bereits seinen Kasten, um bessere Chancen bei einem Schuss zu haben, wurde aber von seinem eigenen Abwehrspieler überrascht, der den Ball knapp abgrätschte und unglücklich ins Tor beförderte.
      Dass es ausgerechnet ein Eigentor war, durch das die erfolgsgewohnten Gäste zum ersten Mal in dieser Saison im Rückstand lagen, brachte sichtlich Nervosität in ihr sonst so souveränes Spiel, während die Stabilität der Scharmeder Aufstellung davon nur profitierte.
      An ansehenswerten Spielzügen mangelte es nicht, die meisten Offensiven des SCC verendeten aber im Mittelfeld. Einerseits machte der Gegner ab der Mittellinie viel Druck, andererseits fehlten vorne teilweise die Anspielstationen.

      In die Halbzeitpause konnte die Scharmeder Elf dementsprechend zufrieden mit der 1:0 Führung gehen, auch wenn jedem klar war, dass dieses Spiel erst mit dem Abpfiff entschieden sein wird. Die drei Punkte waren dennoch fest im Visier aller Concorden. Man erhoffte sich, den Gegner durch längeren Ballbesitz und sichereres Passspiel erschöpfen zu können, um dann die Führung durch frische Angriffe zu vergrößern.

      Chancenaufbau wollte der SCC in der zweiten Hälfte vermehrt auch über die linke Seite umsetzen, nachdem der Großteil der bisherigen Offensiven über die rechte Außenbahn oder das Mittelfeld gelaufen war. Dies gelang dank gutem Zusammenspiel zwischen Linksverteidiger Rüdiger Düsterhaus und Links-Außen Felix Wolf. Für gefährliche Chancen sorgte auch der in den Sturm eingewechselte Manuel Braune, der vorne verbesserte Anspielbarkeit garantierte und die Brenkener Verteidigung schwer beschäftigte. So dribbelte er sich eine Viertelstunde vor Schluss quer durch die gegnerische Abwehr und lieferte eine Bilderbuch-Flanke auf Rechts-Außen Stephan Szesny, der den Ball solide mit dem Kopf spielte, leider aber direkt in die Arme des Keepers.

      Knapp im Rückstand aber noch weit davon entfernt, an eine Niederlage zu glauben, verlagerte die Elf aus Brenken ihr Spiel zum Ende hin mehr und mehr nach vorne. Als sie kurz vor Schluss eine nicht enden wollende Serie von Ecken und Freistößen in den Strafraum der Concorden niederregnen ließ, wuchs die Anspannung auch außerhalb des Spielfeldes. Die Zuschauer konnten dabei allerdings klare und selbstbewusste Aktionen abwechselnd von der Scharmeder Defensive und vom Torwart Jan Taschner bewundern, sodass der heimische Kasten sauber blieb.

      Trotz des hohen Tempos, beachtlichen Zusammenspiels und der technischen Stärke beider Mannschaften endete das Spiel daher etwas ernüchternd im 1:0. Für den SV Brenken bedeutet dies zwar das Ende der perfekten Saison, aber immerhin mussten die zahlreich mit angereisten Zuschauer auch im zwölften Meisterschaftsspiel noch keine Partie ohne eigenes Tor sehen.
      Der SCC konnte heute zwar selbst keinen Treffer erzielen, die drei Punkte fühlen sich deswegen aber nicht schlechter an und einen Sieg kann man auch ohne Schützen feiern.

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    • SCC II - BSV Fürstenberg II 4:1

    • Sieg in qwellcode_arena

      Zweite heiß wie Frittenfett

      Während am Sonntag fast jeder Platz im Kreis wegen den Wetterverhältnissen gesperrt war, glitzerte der vom morgendlichen Tau bedeckte Rasen in der qwellcode_arena bespielbar wie eh und je. Unsere Reserve, die ihre beachtliche Verletztenzahl zum Glück durch den hoch geschätzten Einsatz einiger Spieler der Ersten kompensieren konnte, empfing die Gäste aus Fürstenberg aber mit der Absicht, sie ohne Punkt wieder nach Hause zu schicken. Durch eine frühe Führung wollten die Concorden den Gegner aus dem Spiel bringen, daher begannen sie die erste Hälfte sehr offensiv.

      Die Scharmeder Elf glänzte mit gut anschaubaren Spielzügen, vergab aber auch unnötig Bälle und Chancen, da den Spielern teilweise Ästhetik wichtiger erschien als Effizienz. Die ersten Anläufe der Concorden blieben daher erfolglos - bis zur elften Minute, als ein Abschlag des Fürstenberger Torwarts von Benedikt Ball mit einem Kopfball abgefangen wurde, der das Leder wieder zurück in den Strafraum der Gäste beförderte. Als Stürmer Maher Haji die Kugel erreichte, stand zwischen ihm und dem Netz nur noch der Keeper, der Haji aber nicht am Verwandeln hindern konnte.
      Mit der 1:0 Führung verlor das Spiel etwas an Schärfe. Reale Chancen gab es auf beiden Seiten nur noch vereinzelt und genutzt wurden sie nicht mehr. Spielzüge wurden mit Fehlpässen beendet, Abschlüsse gingen größtenteils neben das Tor und Konter zerbrachen, bevor sie richtig an Tempo gewinnen konnten. Dieser Trend hielt eine Weile an, bis sich in der 38. Minute Rechts-Außen Stephan Szesny und Benedikt Ball im Bilderbuch-Doppelpassspiel durch die Abwehr der Gäste arbeiteten und eine Vorlage auf Haji lieferten, der wieder kühl abschloss.

      Die Concorden gingen mit den zwei Toren Vorsprung zufrieden in die Halbzeitpause, nahmen sich aber vor, noch etwas für ihr mäßiges Torverhältnis zu tun. Die Umsetzung dieses ehrgeizigen Plans stellte sich jedoch als schwieriger heraus, da der Gegner hinten sicherer stand und die Fehler des SCCs wirkungsvoller ausnutzte. Die Scharmeder sahen sich immer öfter gezwungen, Fürstenberger Angriffe durch Foulspiel abzuwehren, sodass die Gegner aus einigen Freistößen von guten Positionen Mut schöpfen konnten. Einer dieser Freistöße zog einen unglücklichen Abpraller nach sich, der schließlich zu einem Eigentor der Concorden führte.
      Fünfzehn Minuten vor Schluss nur noch ein Tor hinten, mobilisierte der Gegner nochmals alle Reserven, wurde von Minute zu Minute gefährlicher und die Scharmeder Abwehr musste sich die Schuhe etwas enger schnüren.
      Die Hoffnungen auf einen Punkt wurden allerdings von der frisch eingewechselten Geheimwaffe Rüdiger Düsterhaus festlich zerstört, der in der 83. Spielminute von der Mittellinie einen 1-Mann-Konter startete, zwei Verteidiger sowie den Torwart stehen ließ und unter dem Jubel der Zuschauer zum 3:1 einnetzte.

      Die letzten zehn Minuten zeichneten sich vor allem durch unschöne Frustfouls aus, das Spiel schien gelaufen - nicht aber für die Scharmeder Offensive. Düsterhaus lief sich außen frei, erhielt einen Pass aus dem Mittelfeld und brachte die Vorlage an den 5-Meter-Raum, wo Benedikt Ball den Fuß an die richtige Stelle hielt und den 4:1 Endstand perfekt machte.

      Die drei Punkte sind für unsere Zweite insbesondere wichtig, da es kommenden Donnerstag bereits gegen Brenken geht und die Concorden sich fest vorgenommen haben, die 11-Spiele-Siegesserie des Tabellenersten zu beenden.

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  • Veranstaltungen

Entstehungsgeschichte des Tennisvereins


Tennis oder Segeln ?

Im Sommer 1977 hatte ich zum wiederholten Male Urlaub an der Ostsee gemacht. Bei diesen Gelegenheiten führte mich mein Weg entweder zu einem Tennisplatz oder aber in einen Yachthafen. Hierbei kam die Frage auf, welches Hobby lässt sich am besten verwirklichen. Die Frage beantwortete sich letztendlich von selbst. Die Ostsee nach Scharmede zu verschieben war sicherlich unmöglich, hingegen Tennisplätze in Scharmede aufzubauen, war durchaus realistisch.

In mehreren Gesprächen mit Freunden und Bekannten kamen wir schließlich überein, für den 07.12.1977 eine Informationsveranstaltung durchzuführen, um festzustellen, wie viele Bürgerinnen und Bürger in Scharmede sich dem Tennissport widmen wollten. Etwa 35 Personen fanden sich in der Gaststätte „Wiehmeier" zusammen. Es dauerte nur kurze Zeit, als aus der Versammlung heraus der Wunsch geäußert wurde, einen Tennisverein zu gründen, um eine Tennisplatzanlage bauen zu können. Es wurde der erste „Vorstand" gewählt, der sich als ein Arbeitsteam verstand, daß sowohl koordinierend als auch initiierend arbeiten sollte.

Vorsitzender:         Heinrich Wapelhorst

Finanzen:              Wilhelm Verspohl
Geschäftsführung:  Konrad Buschmeier

In den folgenden Wochen wurden bei den bereits bestehenden Tennisvereinen TC Rot-Weiß Salzkotten und TC Grün-Weiß Verne hilfreiche Ratschläge eingeholt, so dass alsbald die notwendigen Anträge für die Bezuschussung auf Reisen geschickt werden konnten.

Heftig diskutiert wurde, ob sich der Tennisverein als selbständiger weiterer Sporttreibender Verein gründen sollte oder aber, ob dieser eine Abteilung des bereits bestehenden Sportvereins SC Concordia 1919 Scharmede e.V. werden sollte. Aufgrund der Struktur unseres Dorfes hielt ich es für richtig, daß kein weiterer selbständiger Sportverein gegründet werden sollte, sondern dass. auch die Tennisabteilung, wie schon die Gymnastikabteilung, dem Hauptverein angegliedert werden sollte.

Am 20.02.1978 wird in der Mitgliederversammlung des SC Concordia 1919 Scharmede e.V. der Beschluss gefasst, die neue Sportart Tennis als Abteilung in den Hauptverein mit aufzunehmen, sofern auch dieses von der Mitgliederversammlung der neuen Abteilung bestätigt wird. In dieser Versammlung wurde sodann der Abteilungsvorstand mit folgenden Personen gewählt:

Abteilungsvorsitzender: Heinrich Wapelhorst

Geschäftsführer:           Konrad Buschmeier

Sportwart:                    Manfred Pötting

Finanzen:                    Wilhelm Verspohl

Jugendwart:                 Gertrud Pötting

Kassenprüfer:              Ferdi Eikel und Heinz Beckschulte

 

 

Die anschließende Abteilungsmitgliederversammlung beschloss sodann am 03.05.1978 ebenfalls, sich als eigenständige Abteilung dem Hauptverein anzuschließen. In den Folgemonaten war es die Hauptaufgabe, alles in die Wege zu leiten, um die ersten Tennisplätze bauen zu können.

Die ersten Gehversuche eines Tennisspiels wurden sodann unter Anleitung des Trainers Möller aus Salzkotten in der Schützenhalle in Scharmede ausgeführt. Zu diesem Zweck wurde die Schützenhalle mit einem großen Tennisnetz ausgekleidet. Die Linien wurden mit Klebeband auf dem Fußboden angebracht. Auf diese Weise konnte schon im Jahre 1978 Dank des Entgegenkommens des Schützenvereins der Tennissport ausgeübt werden.

Die Standortfrage der Tennisanlage war während des Jahres 1978/1979 immer wieder neuer Diskussionsstoff. Am 23.03.1979 rief der damalige Bürgermeister Cramer zu einer Bürgerversammlung in die Gaststätte „Wiehmeier" auf, die unter sehr großer Anteilnahme die Empfehlung beschließt, dass ein Sport- und Freizeitzentrum errichtet werden soll. Als Standort hierfür wurde das Gemeindegrundstück, auf dem bereits die Schule errichtet war, bestimmt. Dieser Standort wurde insbesondere unter dem Gesichtspunkt der bereits bestehenden Schützenhalle und der noch zu errichtenden Turnhalle auserkoren. Am 02.04.1979 beschloss auch der Rat der Stadt Salzkotten, dass die Tennisplätze an dem jetzigen Standort errichtet werden konnten. Es wurde sodann mit der Stadt Salzkotten ein Pachtvertrag über ein Gelände geschlossen, das die Errichtung von 5 Tennisplätzen zuließ.

Nachdem im Dezember 1978 bereits die Zuschüsse vom Regierungspräsidenten in Detmold bewilligt waren, konnten wir endlich mit den Bauarbeiten für 2 Tennisplätze anfangen. Jetzt konnte ein jeder zeigen, welche praktischen Fähigkeiten in ihm steckten. Im häuslichen Garten wuchs das Unkraut, doch die Tennisplätze wuchsen mit!

Auf der Mitgliederversammlung am 05.03.1980 konnte die Einweihungsfeier für die 2 neu errichteten Plätze für den 27.04.1980 festgelegt werden. Die Tennisabteilung zählte zu diesem Zeitpunkt 67 Mitglieder.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst segnete Pastor Epke am 27.04.1980 die Tennisanlage. Bürgermeister Franz Cramer überbrachte die besten Wünsche des Rates und der Verwaltung der Stadt Salzkotten. Er sicherte ferner weitere Unterstützung seitens der Stadt zu, insbesondere für die noch zu errichtenden Außenanlagen. Von jetzt an konnte auf den 2 Tennisplätzen der Spielbetrieb zur Freude aller Mitglieder aufgenommen und durchgeführt werden. Während der Sommermonate wurden immer wieder Stimmen laut, wie schön es doch wäre, wenn man ein Clubhaus hätte. Für die Errichtung eines neuen Clubhauses waren die Geldmittel nicht vorhanden und es waren auch entsprechende öffentliche Zuschüsse hierfür nicht wieder so schnell zu bekommen. Wir sahen uns daher veranlasst, uns umzuschauen, ob nicht auf eine andere Art und Weise ein Clubhaus errichtet werden könnte.

Eines morgens erhielt ich von einem Bekannten einen Anruf mit dem Hinweis, dass in Bad Lippspringe eine aus Holz errichtete Apotheke abgerissen werden sollte, da der Marktplatz dort neu gestaltet werden musste. Nach einem zweimaligen Verhandeln mit dem Apotheker wurde schließlich über den Kaufpreis Einigkeit erzielt und bereits 2 Wochen später wurde mit den Abrissarbeiten in Bad Lippspringe begonnen.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir manche fröhliche und auch „feuchte" Stunde in der Baubude aus Blech, die wie ein nostalgischer Personenwagen aus den Anfängen der Eisenbahngeschichte aussah — halb Abteil / halb Freisitz — verbracht. Der Luxus dieses „Clubhauses" bestand in der Überdachung sowie den aufgemalten Blumen an den 2 Fensteröffnungen, so dass man sich in diesem „Gebäude" auch in „Mischmaschinen- und Schubkarrenkleidung" wohlfühlen konnte.

 

Waren bereits für die Errichtung der 2 Tennisplätzen von den wenigen Mitgliedern erhebliche Arbeitsstunden geleistet, so galt es nun, diese Arbeitsstunden in noch höherer Zahl wieder zu erbringen, damit das Clubhaus errichtet werden konnte. Schon für die Errichtung der Tennisplätze waren von den wenigen Mitgliedern 1.100 Arbeitsstunden geleistet.

Nachdem das Apothekengebäude in Bad Lippspringe zerlegt war, wurde dieses an einem Freitag komplett auf einen Erntewagen verladen und zu nächtlicher Stunde von Bad Lippspringe nach Scharmede verbracht. Am nächsten Morgen wurde das Gebäude auf dem zuvor errichteten Keller und Fundamenten ab 6.00 Uhr aufgestellt. Unter der fachlichen Leitung von Ludwig Wüllner, unserem tennisbegeisterten Zimmermeister, standen an diesem Tage ca. 15 bis 20 Männer und Frauen unter Hammer und Nagel bei Fuß, um das Gebäude wieder zu errichten.

Am 07.11.1980 war auch der offene Kamin installiert, das Clubhaus vollständig mit Wänden, Fenstern und Dach versehen, so dass eine erste Feier hier stattfinden konnte. Mit Decken, Anoraks und Schals bewaffnet konnte man sich zur ersten fröhlichen Runde auf Bretterbohlen und Mineralwolle einfinden. Schon hier wurde der Hüttencharakter des Hauses entdeckt, da sich so mancher schon nach wenigen Glas Bier in die mittlere Alpenregion versetzt fühlte. Der Gesang hingegen war jedoch sehr germanisch anzuhören.

Nachdem alle Mitglieder nochmals im Winter und Frühjahr 1980/1981 beim Innenausbau geholfen haben, konnte schließlich am 10.05.1981 das Clubhaus eingeweiht werden.

Pastor Epke las das Hochamt und würdigte später auf der Tennisanlage die Leistungen der Mitglieder der Tennisabteilung und segnete das Haus.

Die Musiker des Vereins „Jugendlust" spielten zum Empfang auf, der Sportvereinsvorsitzende Konrad Nölleke hielt die würdigende Begrüßungs- und Festrede. Bürgermeister Franz Cramer und die Vertreter der örtlichen Vereine sowie der benachbarten Tennisvereine überbrachten die besten Glückwünsche.

Als Abteilungsvorsitzender konnte ich an dieser Stelle für die tatkräftige Mithilfe bei allen Mitgliedern der Tennisabteilung, aber auch bei all denen, die uneigennützig mit Rat und Tat beim Aufbau der Tennisanlage und des Clubhauses mitgeholfen hatten, meinen Dank aussprechen. Es waren fast 5.000 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht, so dass die Errichtung des Clubhauses nicht zu einem finanziellen Risiko der jungen Tennisabteilung geworden ist.

Nach so viel getaner Arbeit konnten sich nunmehr alle auf das Tennisspielen konzentrieren. Das große Spiel konnte beginnen, nicht auf der Bühne, sondern auf der roten Asche, wo nicht immer nur der kleine Filzball flog, sondern auch so manches Wort hinterher flog. Waren wir es doch gewohnt, mit dem Hammer zuzuschlagen, so benötigten wir nunmehr ein völlig neues Gefühl für den Tennisschläger. Beim kühlenden Bier nach den Spielen gab es dann jedoch immer mehr zu lachen als zu schimpfen.

Die Einrichtung und Ausstattung des Clubhauses waren noch nicht perfekt. So kam es häufig zu nächtlicher Stunde vor, dass die Dose Erbsensuppe mit Hammer und Meißel geöffnet werden musste.

Im Herbst 1981 wurden die Plätze winterfest gemacht und es kamen Überlegungen auf, mit welchen Festen in der Winterzeit das Clubhaus mit Leben gefüllt werden konnte. Hier wurde dann am 12.12.1981 die erste Nikolaus- bzw. Weihnachtsfeier durchgeführt. Diese Feier

wurde in den folgenden Jahren nicht nur für die Kinder und Jugendlichen, sondern auch für die Erwachsenen zu einem herausragenden Ereignis. Die Teilnehmerzahl wuchs ständig, so dass das Clubhaus schließlich zu klein wurde und aus diesem Grunde das Weihnachtsfest in die Schützenhalle verlegt wurde.

Aufgrund der ständig steigenden Zahl der Mitglieder – hier war zunächst eine Begrenzung auf 110 Personen vorgenommen worden – wurde schnell beschlossen, 2 weitere Plätze zu bauen. Nachdem hierfür sowohl die finanziellen als auch baulichen Voraussetzungen gegeben waren, konnte mit der Errichtung bereits im Sommer 1982 begonnen werden. Die Hauptarbeiten wurden von einer Tennisplatzfirma durchgeführt, so dass bereits im Spätsommer 1982 auch auf diesen Plätzen gespielt werden konnte.

Zwischenzeitlich ist unsere Tennissportanlage im Kreis Paderborn zu einer anerkannten Sportstätte gewachsen. Die Errichtung der Anlage hat mit dazu beigetragen, auch in Scharmede die sportlichen Aktivitäten zu erweitern.

Das auf der Bürgerversammlung vom 23.03.1979 geforderte Sport- und Freizeitzentrum ist zwischenzeitlich durch den Neubau der Turnhalle und den verbindenden Grünanlagen zu einer Stätte der Aktivität und erholenden Begegnung geworden. Nicht nur vereinseigene Wettbewerbe werden hier ausgetragen, sondern hier finden auch bereits Wettbewerbe der Stadt- und Kreismeisterschaften statt, so dass auch für die Zuschauer sehenswerte sportliche Aktivitäten dargeboten werden.

Zurückschauend stelle ich mit Freude fest, dass die vorgesehene Informationsveranstaltung vom 07.12.1977 zur Gründung der Tennisabteilung führte.

Die eigennützige Tatkraft von nur wenigen Frauen und Männern hat es ermöglicht, dass heute über 200 Mitglieder in der Tennisabteilung ihrem und meinem Hobby „Tennis" nachgehen können.

Für diese geleistete Arbeit sage ich heute nochmals ein herzliches Danke an alle, die beim Aufbau der Tennisanlage geholfen haben. Mein Wunsch ist, daß die Mitglieder heute und in Zukunft diese pflegen und erhalten.

 

Die ersten sportlichen Wettkämpfe

Die ersten Vereinsmeisterschaften im Jahr 1981 ergaben dann doch ein sichtbares Ergebnis, so dass eine Rangliste erstellt werden konnte und somit auch die ersten Pokale und Urkunden ausgehändigt werden konnten.

Sieger der Vereinsmeisterschaften 1981, die als erste offizielle Clubmeisterschaften anzusehen sind:

(a) Mädchen-Einzel

1. Erika Koblitz
2. Gaby Eikel
3. Heike Gees

(b) Jungen-Einzel

1.  --‑
2.  Dietmar Werning/Guido Werning
3.  Markus Wellige

(c) Damen-Einzel

1.  Dagmar Meiler
2.  Brigitte Käuper
3.  Brigitte Prietzel

(d) Herren-Einzel

1.  Johannes Iseke
2.  Konrad Werning
3.  Franz-Josef Broll

(e) Herren-Doppel

1.  ---
2.  Johannes Iseke/Manfred Pötting –Jürgen Bielefeld/Konrad Werning
3.  Peter Naunheim/Franz-Josef Broll

 

 

 

Schon 1980 stellten folgende Herren eine erste Medenspielmannschaft, die in der 3. Kreisklasse begann zu spielen. Franz-Josef Broll beantragte die ersten Spielerpässe am 27.02.1980 für

Heinz Beckschulte, Heinrich Bergmann, Franz-Josef Dalhaus, Reinhold Fromme,
Georg Mosser, Günter Matzner, Peter Naunheim, Manfred Pötting, Stefan Steins,

Alfons Verspohl, Willi Verspohl, Heinz Wapelhorst,

 

Die ersten ausgelosten Gegner waren Ostenland II, Borchen II, Elsen II, Fürstenberg I und Bad Lippspringe III. Nur eines soll hier gesagt und auch angemerkt werden: Alle haben ihr Bestes gegeben. Wichtig ist, daß eine sportliche aber auch freundschaftliche Verbindung hergestellt wurde. Hier sei angemerkt, daß sich die sportlichen Erfolge der Tennisabteilung in den vergangenen 20 Jahren wesentlich verbessert haben. Bereits 1981 konnten erstmals die Jugendlichen in die Kreisspiele eingreifen, zwar noch nicht sehr erfolgreich, doch ein Anfang war gemacht: die „A-Mädchen" in der Gruppe B (Jg. 1963 — 1966) spielten gegen Grün-Weiß II Paderborn, Verne, Wewer, Grün-Weiß III Paderborn und Blau-Rot II Paderborn. 1983 wurde die erste Damenmannschaft gemeldet, in der folgende Damen spielten:

Dagmar Meiler, Irmgard Brüggemeier, Brigitte Prietzel,

Brigitte Käuper, Christa Verspohl, Wilma Beckschulte, Elisabeth Naunheim,

Monika Kalek, Barbara Wendel, Rosi Mennemeyer, Reli Ortmann

Sie spielten in ihren ersten Poensgen-Spielen gegen Dahl I, Blau-Rot Paderborn III, Büren I und Borchen 2.

Das erste Mixed-Turnier in der 20-jährigen Geschichte der Tennisabteilung fand am 20.06.1982 statt. Hier siegten bei den Herren:

1. Hans Iseke
2. Alfons Verspohl, Franz-Josef Broll
3. Josef   Käuper,  Willi Verspohl

bei den Damen:

1.  Brigitte Käuper
2.  Heike  Gees
3.  Wilma Beckschulte

Diesen doch recht statistischen Daten ist anzumerken, daß alle bisherigen Turnierspielerinnen und —Spieler oft tiefgehende und freundschaftliche Verbindungen zu anderen Vereinen geknüpft haben, die sich dann auch in Freundschaftsspielen und Einladungsturnieren immer wieder dokumentiert haben. Anzumerken ist, daß solch ein Spieltag während der Meden- oder Poensgen-Spiele morgens um 9.00 Uhr beginnen konnte und durch das anschließende gemütliche Beisammensein erst abends um 21.00 Uhr oder aber auch danach endete. Dieses wird auch in Zukunft noch häufig der Fall sein.

 

Vielen lieben Dank an Heinz Wapelhorst, der diese "Chronik der ersten Jahre" erstellt hat.